Muster elternteilzeit wko

28/07/2020

Abbildung 1 zeigt die Beschäftigungsquoten kinderloser Frauen und Mütter in Kohorten. Die Ergebnisse zeigen nur eine moderate Veränderung der Beschäftigungsquoten kinderloser Frauen im Laufe der Zeit. Sie liegen meist zwischen 80 und 90 Prozent in den Hauptbeschäftigungsjahren (26-50), während sie in der ältesten Kohorte etwas niedriger sind (Abbildung 1A). Umgekehrt steigt bei Müttern die Beschäftigungsquote mit jeder jüngeren Kohorte, was einen Rückgang des Elternschaftseffekts im Laufe der Zeit liefert (entsprechend Hypothese 1). In den Altersgruppen 36–40 und 41 bis 45 sind die Unterschiede zwischen der jüngsten und der ältesten Kohorte beispielsweise um 23 bzw. 31 Prozentpunkte groß (Abbildung 1B). Die Ergebnisse zeigen auch, dass das männliche Ernährermodell in der ältesten Kohorte noch recht weit verbreitet ist, wobei viele Frauen Hausfrauen blieben, nachdem sie Kinder hatten. So sind beispielsweise im Alter von 36 bis 45 Jahren 45 Prozent der Frauen in der ältesten Kohorte nicht erwerbstätig. Abbildung 1C zeigt den absoluten Unterschied bei den Beschäftigungsquoten zwischen kinderlosen Frauen und Müttern.

Es zeigt, dass das Beschäftigungsverhalten von Müttern und kinderlosen Frauen mit dem Alter zusammenwächst, wenn die Kinder aufwachsen. In den beiden jüngeren Kohorten haben sich die Unterschiede bei der Erwerbsbeteiligung fast eingependelt, wenn Frauen Anfang 40 sind, während in den beiden älteren Kohorten die Kluft nach wie vor besteht. Aufgrund der Verschiebung der Geburt von Kindern in den letzten Jahrzehnten könnte es irreführend sein, die Beschäftigungsquoten von Müttern nach Alter zu vergleichen (wie in Abbildung 1), da Frauen in einem bestimmten Alter jüngere Kinder in den jüngeren Kohorten haben werden als in den älteren. Wir stellen daher die Beschäftigungsquoten von Müttern in Kohorten nach Alter des jüngsten Kindes dar (Abbildung 2). Auffallend sind die fast identischen Beschäftigungsquoten von rund 30 Prozent in allen Kohorten, wenn das jüngste Kind unter drei Jahren ist. Der schnellere Wiedereintritt jeder jüngeren Kohorte in den Arbeitsplatz wird erst deutlich, wenn das jüngste Kind zwischen 3 und 5 Jahren alt ist. In dieser Phase des Familienlebens waren weniger als 40 Prozent der Frauen in der ältesten Kohorte erwerbstätig, verglichen mit fast 70 Prozent der Frauen in der jüngsten Kohorte, wobei ein stetiger Anstieg bei den Kohorten dazwischen zu beobachten war. Abgesehen von diesem auffälligen Muster sind die Unterschiede bei der Wiedereinstiegsbevölkerung bei älteren Kindern mäßig. So liegt der Anstieg der Beschäftigungsquote von 3 bis 5 Jahren bis zum Alter von 10 bis 15 Jahren zwischen 69 und 88 Prozent (+19 Punkte) in der jüngsten Kohorte und von 37 Auf 51 Prozent (+14 Punkte) in der ältesten Kohorte.

Daher sind die absoluten Erhöhungen nicht ganz so unterschiedlich. Die Ergebnisse bestätigen auch die Feststellung (siehe Abbildung 1), dass Hausfrau in der ältesten Kohorte üblich war – wobei die Hälfte der Mütter zu Hause blieb, selbst wenn das jüngste Kind zwischen 10 und 15 Jahre alt war –, aber dieses Modell wurde schließlich durch berufstätige Mütter ersetzt. Anmerkung: (A) In der Kohorte 1950-1959 teilte sich der Vollzeitwert von 36 Prozent in den mittleren und hohen Kategorien in 27 Prozent unter mittelhoch und 49 Prozent in den hohen Bereich auf. (B) In der Kohorte 1950-1959 teilte sich der 56-prozentige Vollzeitwert in den mittleren und hohen Kategorien in 48 Prozent unter mittel-hoch und 67 Prozent in hoch. Der Mutterschaftsurlaub dauert 16 Wochen, sechs Wochen vor der Geburt und zehn Wochen nach der Geburt (ohne Zeitabzug, wenn die Geburt später als erwartet ist). Der Vaterschaftsurlaub beträgt zwei Arbeitstage und kann innerhalb von vier Wochen nach der Geburt genommen werden.

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